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VERSICHERUNGEN · 3 Min. Lesedauer

5 Krankenkassen-Fehler, die in der Schweiz immer noch gemacht werden

Publiziert am 14. April 2026 · Aktualisiert am 20. Juli 2026

Die Grundversicherung ist der meistgehasste Posten im Schweizer Budget — und einer der am einfachsten zu optimierenden. Die fünf Fehler unten sind die häufigsten; sie zu korrigieren bringt je nach Situation zwischen CHF 800 und CHF 2'400 pro Jahr (illustrative Schätzungen auf Basis der vom BAG publizierten Prämienunterschiede).

1. Die Mindestfranchise «zur Sicherheit» behalten

Die Regel ist Mathematik: Sind deine jährlichen Gesundheitskosten dauerhaft tief (einige hundert Franken), gewinnt die Maximalfranchise von CHF 2'500 fast immer, weil die Prämienersparnis das Zusatzrisiko übersteigt. Der Kipppunkt liegt bei rund CHF 1'900 bis 2'000 Gesundheitskosten pro Jahr — darunter hohe Franchise; darüber oder bei regelmässiger Behandlung CHF 300.

2. Beim Standardmodell «freie Arztwahl» bleiben

Alternative Modelle — Hausarzt, HMO, Telemedizin — senken die Prämie um etwa 8% bis 20% bei identischer Versorgung. Die Auflage: eine Nummer anrufen oder zuerst zum Hausarzt statt direkt zum Spezialisten. Für die meisten ist das ohnehin der natürliche Reflex.

3. Im Herbst nie vergleichen

Die Prämien 2027 werden Ende September 2026 publiziert; bis zum 30. November kannst du deine Kasse kündigen (Brief oder Online-Kündigung, massgebend ist der Eingang). Die Grundleistungen sind bei allen Kassen identisch — das ist Gesetz. 30% mehr für dieselbe Deckung zu zahlen ergibt keinen Sinn. Der offizielle Vergleichsdienst des Bundes (priminfo.admin.ch) rechnet es in zehn Minuten durch.

4. Doppelte Zusatzversicherungen

Viele zahlen zweimal für dasselbe: eine ambulante Zusatzversicherung für Brillen, die schon eine andere Police erstattet, eine Reiseversicherung, obwohl Kreditkarte und Spital-Zusatz das Ausland bereits decken. Liste deine Policen Zeile für Zeile auf und kündige die Doppelungen — Zusatzversicherungen (VVG) haben eigene Kündigungsfristen, oft 3 Monate vor dem Jahresablauf.

5. Die einfachen Rabatte vergessen

  • Jährliche statt monatliche Zahlung: Manche Kassen gewähren 1 bis 2% Rabatt.
  • Unfalldeckung sistieren, wenn du mehr als 8 Stunden pro Woche angestellt bist: Unfall ist über deinen Arbeitgeber (UVG) bereits gedeckt. Ein Häkchen, das die Prämie um etwa 5 bis 7% senkt.
  • Kantonale Prämienverbilligung: Je nach Einkommen und Kanton ist eine Verbilligung möglich — viele Berechtigte beantragen sie nie.

Das Datum, das zählt

30. November: letzter Tag, an dem deine Kündigung bei der Kasse eintreffen muss. Setz dir im Oktober eine Erinnerung, vergleiche und entscheide informiert. Lehrreicher Inhalt — prüf deine persönliche Situation vor jeder Kündigung.

Häufige Fragen

Bis wann kann ich die Krankenkasse wechseln?

Deine Kündigung muss spätestens am 30. November bei deiner Kasse eintreffen für einen Wechsel per 1. Januar. Mit der Mindestfranchise (CHF 300) ist ein Wechsel auch per 30. Juni möglich, mit 3 Monaten Frist.

Verliere ich Leistungen, wenn ich die Kasse wechsle?

Nicht bei der Grundversicherung: Die KVG-Leistungen sind bei allen Kassen identisch, das ist Gesetz. Nur die Zusatzversicherungen (VVG) unterscheiden sich — sie können beim alten Versicherer bleiben.

Franchise CHF 300 oder CHF 2'500: Wie wählen?

Einfache Regel: Bleiben deine jährlichen Gesundheitskosten dauerhaft unter etwa CHF 1'900–2'000, gewinnt die Maximalfranchise fast immer dank der tieferen Prämie. Darüber, oder bei regelmässiger Behandlung, nimm CHF 300.

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